Der Security-Anbieter Symantec weißt in seinem monatlichen »Intelligence Report« darauf hin, dass die Spam-Quote im Juni so niedrig war wie seit Ende 2008 nicht mehr. Noch braucht sich allerdings niemand um das Aussterben von unerwünschten Werbemails sorgen.
Den aktuellen Symantec-Untersuchungen zufolge fiel die Spam-Quote im Berichtsmonat so gering aus wie seit geraumer Zeit nicht mehr. Zuletzt war eine so niedrige Belastung mit Werbe-E-Mails nach der im November 2008 erfolgten Abschaltung von McColo gemessen worden.
Dauerzustand oder Zwischentief? Die Zerschlagung der Botnetze »Pushdo« und »Bredolab« hat dazu geführt, dass das weltweite Spam-Aufkommen zwischen August und November 2010 um die Hälfte gesunken ist. Bis Januar 2011 sank die internationale Spammenge ein weiteres Mal deutlich.
Der aktuelle E-Mail Security Report von eleven kommt mit einer schlechten und einer guten Nachricht daher: Während das Spam-Aufkommen nach der Abschaltung des Rustock-Botnets im März deutlich gesunken ist, stieg das Volumen an versendeter Malware deutlich an.
Microsoft hat mit Hilfe einer Klage das Botnetz Rustock lahmgelegt. Das Botnetz soll laut Microsoft mehrere Millionen Computer infiziert haben, von denen täglich mehrere Milliarden Spam-Mails versandt wurden.
Die Empfänger von E-Mails sind heute viel besser über Cyberkriminalität informiert als noch vor zwei Jahren. Dadurch haben es Spammer immer schwerer, die Anwender übers Ohr zu hauen, so das Sicherheitsunternehmen Symantec.
Kurz vor Weihnachten versuchen Kriminelle vor allem durch das Anpreisen dubioser mehr Aufmerksamkeit bei E-Mail Empfängern zu erhalten. So wuchs die Kategorie Produkt-Spam um satte 30 Prozent. Allgemein sank die Spam-Belastung jedoch von 86 Prozent im Oktober auf 84 Prozent im November und lag damit auf dem niedrigsten Stand seit Januar 2009.
Abzocker verdienen vor allem mit Internet-Neulingen - Spammer setzen massiv auf Markenmissbrauch