Google verspricht das "Ende von Viren" für Chrome OS

21 07 2009

BenutzerInnen sollen sich künftig keine Sorgen um Malware-Attacken machen müssen - Grundlegende Änderungen am Sicherheitsmodell

Vor rund zwei Wochen sorgte eine unerwartete Ankündigung für einige Aufregung in der IT-Welt: Eines der Schwergewichte der Industrie, Suchmaschinenexperte Google, hatte verlauten lassen, dass man mit Chrome OS künftig Windows und Co. Konkurrenz machen will.

Diskussion
Ein Ankündigung, die auch aufgrund der äußerst spärlich gestreuten Details für einige Diskussionen sorgte, so manche BeobachterInnen sprachen gar leicht zynisch vom ersten echten "Vaporware-Announcement" des Unternehmens. Bekannt wurde lediglich, dass Chrome OS auf Linux basieren soll, und dass der Webbrowser ganz im Vordergrund stehen soll - daher auch die Namenswahl in Anlehnung an den eigenen Browser Google Chrome. Die "Cloud" - und damit auch die diversen Online-Anwendungen von Google selbst - sollen hier also wohl eine zentrale Rolle einnehmen und lokale Applikationen ersetzen.

Sicherheit
Doch jenseits dieses konzeptionellen Grundgerüsts stellt Google noch ein weiteres, recht weitreichendes Versprechen auf: Chrome OS soll quasi ein Art Anti-Malware-Nirvana werden, Viren, Trojaner und andere Schädlinge sollen hier keine Chance haben. Googles Entwicklungschef Linus Upson verspricht in diesem Zusammenhang, dass man die Sicherheitsarchitektur des OS grundlegend neu gestalten will. Wie sich das Google im Einzelnen vorstellt, bleibt freilich momentan ebenso offen wie der Großteil der anderen Fragen rund um das Betriebssystem.

Chrome-Basis
So lässt sich also nur spekulieren. Eine Möglichkeit wäre, dass Google darauf hofft durch die Verwendung von Chrome als Anwendungsplattform einen Großteil der potentiellen Angriffe von vornherein ausschließen zu können. Immerhin hat man hier durch Sandboxing einen Weg gefunden die einzelnen Seiten von einander - und vom darunter liegenden System - weitgehend abzuschotten, was Angriffe erheblich erschweren soll. Zusätzlich könnte Google über die Auto-Update-Funktion relativ flott auf eventuelle Sicherheitsprobleme reagieren.

Vorsicht
Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass Google das lautstarke Versprechen auch wirklich einhalten kann. Praktisch jedes komplexe Stück Software besitzt ein veritables Portfolio an Sicherheitslücken - es benötigt nur genügend Interesse diese auch zu entdecken. (derStandard.at - red)

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